Kapitel 38

Das freudige Ereignis (Mama Shego, Teil 6)

Es war mittlerweile spät am Abend. Draussen standen schon die Sterne am Himmel und Shego hatte ein wärmendes Feuer im Kamin entfacht. Es dauerte nicht lange und sie war auf dem Sessel davor eingeschlafen. Sie hatte es nicht darauf angelegt einzuschlafen, aber die Wärme des prasselnden Kaminfeuers, zusammen mit der unglaublichen Bequemlichkeit des Sessels machten sie quasi willenlos.
Und genau in dem Moment, in dem sie zu träumen anfing, wurde sie unsanft in die reale Welt zurückgeholt.
Wie ein Specht an einen Baum klopfte jemand von draussen gegen die Haustür. Shego sprang erschrocken auf, griff sich den Schürhaken, der neben dem Kamin zu finden war und ging zähneknirschend zur Tür.
"Ihr schon wieder," rief sie, als sie Junior, Vinnie und Big Mike auf ihrer Veranda entdeckte. "Warum misshandelt ihr meine Tür?"
"Sie war abgeschlossen," sagte Junior allen Ernstes. "Sie sollten sie nicht abschließen, sonst müssen wir immer klopfen wenn wir zu ihnen wollen. Wenn die Tür offen wäre, könnten wir einfach so reinkommen."
"Genau um das zu verhindern, schließe ich meine Tür ab."
"Oh, verstehe."
"Dann sollten sie uns vielleicht einen Schlüssel geben," fügte Vinnie hinzu.
Shego rammte demonstrativ die Spitze des Schürhakens in den Fußboden.
"Was wollt ihr?"
"Sie dürfen bleiben!" sagten die drei Nachbarn gleichzeitig.
Anstatt darauf irgendetwas zu erwidern, knallte Shego ihnen einfach die Tür vor der Nase zu.
Doch nur einige, wenige Augenblicke später öffnete sie die Tür doch wieder und fragte: "Und was soll das bedeuten?"
"Dürfen wir erst reinkommen? Es ist kalt hier draussen."
"Ich hasse es mich zu wiederholen aber,--"
Sie zog den Schürhaken aus dem Boden und rammte ihn erneut dort hinein.
"Okay, dann nicht."
Big Mike übernahm das Wort.
"Machen wir es kurz. Der Bürgermeister hat vor einer Stunde eine Stadtversammlung einberufen, in der es darum ging, ob wir ihnen weiterhin erlauben hier in der Stadt zu bleiben."
"Wie bitte!?"
"Nun ja, sie sind doch eine Kriminelle und so und haben gleich an ihrem ersten Abend fast die ganze Stadt bedroht, aber wir sind zu dem Beschluss gekommen, dass sie hier bleiben dürfen, wenn sie sich benehmen."
"Und welche Armee hätte euch dabei geholfen mich aus der Stadt zu vertreiben, wenn ihr euch anders entschieden hättet?"
"So weit waren wir noch nicht," sagte Junior. "Das hätten wir dann Morgen entschieden, aber das ist ja jetzt nicht mehr nötig."
"Na so ein Glück aber auch," sagte Shego gelangweilt.
Mit einem Grinsen sagte Vinnie: "Das ist ein Sieg für uns alle. Sie dürfen bleiben und zum ersten Mal hat irgendjemand auf uns gehört."
"Auf...euch?"
"Ja. Wir haben uns für sie eingesetzt. Sie scheinen ganz in Ordnung zu sein und ausserdem sollte man eine schwangere Frau nicht aus ihrem Haus vertreiben. Sie hätten mal Juniors Rede hören sollen."
Shego zog erstaunt eine Augenbraue hoch.
"Ach, das war nichts. Die habe ich aus 'Bikini Beach College 2' geklaut. Das war die Ansprache, mit der Harley und Bierdose den Dekan davon überzeugt haben, ihre Studentenverbindung nicht zu schließen und die Suspendierung von Fischauge, Handgranate und Professor Sutherland wieder rückgängig zu machen. Nur leicht abgeändert."

"Hab den Film zufälligerweise ein paar Tage später um drei uhr morgens im Fernsehen gesehen. Unglaublicher Mist, aber die finale Ansprache hätte auch mich überzeugt."

"Aha", murmelte Shego.
"Aber der Fairness halber müssen wir auch Quint erwähnen. Sie kann ebenfalls sehr überzeugend sein und heute abend war sie es auf jeden Fall."
"Quint wollte mich auch hier haben?"
"Oh ja," sagte Big Mike. "Ich glaube, sie waren ihr auf Anhieb sympatisch."
"Gut zu wissen. Gute Nacht und verschwindet von meiner Veranda."
Shego knallte die Tür zu, schloss zwei mal ab, stellte einen Stuhl davor, zog die Vorhänge an den Fenstern zu und ging zurück zum Kamin.

"Während ich so ins Feuer starrte wurde mir klar, dass sich vorher noch nie jemand für mich eingesetzt hatte. Und dann taten es plötzlich eines Tages vier Personen auf einmal. Drei davon hätte ich bei unserem ersten Aufeinandertreffen fast umgebracht und die vierte hatte mir nur einmal etwas zu essen gemacht. Da kam ich schon ins Grübeln. Ich hatte es einmal geschafft, mich für einen vorübergehenden Zeitraum in die Gesellschaft einzugliedern, da könnte ich es schon wieder schaffen, so dachte ich. Und diesmal musste ich mich ja nur für eine Handvoll Kleinstadtdeppen zurückhalten und nicht gleich für die ganze Welt. Und ja, es gelang mir sogar. Ich hatte schließlich jetzt schon Übung."

Etwas mehr als sechs Monate später.
Die hochschwangere Shego betrat Quints Imbiss.
"Bist du immer noch schwanger?" stöhnte die Besitzerin.
"Du bist doch nur neidisch, weil ich eine gute Entschuldigung für meinen fetten Hintern habe."
"Nicht so frech, junge Dame. Du wirst nicht immer schwanger sein und wenn es soweit ist, setzt es was für dich."
"Ha, ja klar. Ich könnte dir hier und jetzt, in meinem aktuellen, kugelrunden Zustand so heftig in den Hintern treten, dass deine Enkelkinder noch Probleme mit dem sitzen haben. Einmal das Übliche zum mitnehmen."
"Dachte ich mir. Kommt sofort."
Langsam setzte sich Shego auf einen Stuhl, in der Nähe der Theke.
"Hey Mel," begrüßte sie einen alten Mann am Nebentisch. "Wie geht es deinem Enkel? Hat er noch diese Probleme in der Schule?"
"Nein, weisst du, diese Jungs haben plötzlich aufgehört ihm sein Essensgeld zu klauen. Keine Ahnung was da passiert ist. Sind wohl zur Gesinnung gekommen."

"Kinder unter 13 Jahren kommen schnell zur Gesinnung, wenn man sie eine Stunde lang kopfüber von einer hohen Brücke baumeln lässt."

"Ja, das soll vorkommen. Bestell ihm einen schönen Gruß von mir."
"Mache ich, mache ich."
Ein kleines, dickes Teenagermädchen winkte Shego aufgeregt durch das Fenster zu und stürmte in den Imbiss.
"Hey Shego, rate mal wer die Hauptrolle in dem Theaterstück bekommen hat," fragte sie.
"Deiner Reaktion nach zu urteilen würde ich sagen, dass du es bist."
"Stimmt genau! AAAAAAAAAAAH!!!" kreischte sie erfreut, bis Quint ihr einen Apfel an den Kopf warf.
"Hey, freut mich für dich, aber wenn ich hier drin keine Handys erlaube, dann garantiert auch keine kreischenden Teenies!"
"Tut mir leid."
"Sollte es auch."
Shego fragte: "Was ist mit der Einen passiert? Du weisst schon, diese Zicke, die die Hauptrolle schon so gut wie in der Tasche hatte?"
"Keine Ahnung. Die hatte plötzlich keine Lust mehr."

"Teenie-Zicken verlieren schnell das Interesse am Theater, wenn ihre Plüschtiersammlung auf mysteriöse Weise enthauptet wird."

"Ja, das soll vorkommen. Sag Bescheid wenn die Aufführung stattfindet und halte mir einen guten Platz frei."
"Das werde ich. Bis dann! Ich muss jetzt den Text üben!"
Laut kreischend rannte das Mädchen aus dem Restaurant und die Straße entlang.

"Der Vorteil, wenn man nur für eine Kleinstadt nett sein muss und nicht für die ganze Welt, ist dass man 'nett' so definieren kann, wie man es möchte."

"Hier ist dein Essen," sagte Quint und stellte ihr eine große Papiertüte auf den Tresen.
"Und da ist meine Mitfahrgelegenheit," erwiderte Shego und deutete auf das Auto ihrer Nachbarn, das gerade vor dem Imbiss parkte. "Wir sehen uns dann morgen."

"Vinnie, Big Mike und Junior waren mir während meiner Schwangerschaft immer eine große Hilfe. Wenn ich sie um etwas gebeten habe, taten sie es. Warum? Keine Ahnung. Vielleicht waren sie einfach nur nett oder hatten nichts besseres zu tun. Im Endeffekt war es auch egal. Sie waren die perfekten Handlanger. Loyal, aber dumm. Und ein gutes Training für meine herannahende Mutterschaft."

"Shego, Vinnie hat mich im Supermarkt getreten," rief Junior ihr entgegen.
"Stimmt gar nicht. Du bist voll der Lügner."
"Du bist der Lügner."
"Selber."
"Hey, muss ich erst dazwischengehen?" unterbrach Shego die gerade startende Rangelei. "Jetzt entschuldigt euch."
"Aber..."
"Entschuldigt euch!"
Vinnie und Junior senkten beschämt ihre Köpfe.
"Tut mir leid, Vinnie."
"Mir auch, Junior."
Genervt rollte Shego mit den Augen.
"Doch nicht bei euch. Entschuldigt euch bei mir! Schließlich muss ich eure dumme Streiterei mit anhören."
"Tut uns leid. Shego."
"Na bitte, es geht doch." In dem Moment fiel ihr etwas auf. "Was kaust du da, Big Mike?"
"Äh...Kaugummi?"
"Woher habt ihr Kaugummi?"
"Den haben wir uns gerade gekauft."
"Doch nicht von meinem Geld, oder?"
"Nun, da war noch etwas übrig."
"Da kann nichts übrig gewesen sein! Ich hatte es euch passend mitgegeben!"
"Ihre Handlotion war ausverkauft."
"Und da dachtet ihr, ihr könntet euch von meinem Geld einfach so etwas Süßes kaufen?" Schweigen. "Los, her damit." Shego hielt ihre Hand auf und Big Mike spuckte seinen Kaugummi dort hinein. "Bäh, doch nicht den," rief sie angewiedert und wischte ihre Hand an Mikes Pullover ab. " Die Packung."
"Muss das sein?"
"Ja, es muss sein."
Mit einem enttäuschten Stöhnen gab Mike ihr die übrigen Kaugummistreifen.
"Hier, bitte."
"Geht doch. Und nur damit ihr es wisst, das Geld, mit dem ihr die Kaugummis bezahlt habt, werdet ihr bei mir abarbeiten. Die Dachrinne muss gereinigt werden und morgen nachmittag werdet ihr das übernehmen."

"Hätten sie vermutlich ohnehin gemacht, wenn ich sie gefragt hätte."

"Ist das nicht etwas viel Arbeit für so ein paar Kaugummis? Die haben doch nur 50 Cent gekostet und ich hatte noch nichtmal einen davon," protestierte Junior.
"Aber es waren meine 50 Cent und deshalb bestimme ich die Regeln."
"Ach menno."
"Hör auf zu schmollen, junger Mann. Und jetzt ab ins Auto, wir fahren nach Hause."
Vinnie hob die Hand.
"Frage!" rief er. "Ich muss vorher nochmal auf die Toilette."
"Erstens ist das keine Frage, zweitens ist die Fahrt kürzer als fünf Minuten," seufzte Shego.
"Ich muss aber jetzt."
"Gut, dann geh. Aber mach schnell. Und wasch dir die Hände!"

"Schließlich kamen wir doch noch zuhause an. Die drei Stooges trugen die Einkaufstüten in mein Haus, räumten den Inhalt in meine Küche ein und dann habe ich sie höflich verabschiedet."

"Verschwindet gefälligst! Und ich will euch bis morgen nicht mehr sehen oder hören!"

"Dann legte ich mich so entspannt wie ich konnte auf die Couch. Doch die Entspannung war nicht von langer Dauer, denn...es ging los!"

Ein heftiger Schmerz durchzog Shegos Körper.
Sie riss die Augen weit auf und fluchte nur: "Oh, Mist, verdammter. Bitte nicht jetzt."
Sie versuchte aufzustehen, doch in ihrer Panik gelang es ihr nicht. Sie blieb wie eine Schildkröte auf dem Rücken liegen.
"Oh nein, nicht schon wieder," kommentierte sie die nächste Wehe.

"Ich versuchte mich an all das zu erinnern, was man mir in den letzten Monaten, in diversen Schnwagerschaftskursen beigebracht hatte. Atemübungen und so etwas. Aber versucht ihr mal in so einer Situation einen klaren Kopf zu behalten und euch an irgendetwas zu erinnern!"

In ihrer Panik griff Shego zum Telefon auf dem Tisch neben ihr und versuchte sich an die Telefonnummer ihrer Nachbarn zu erinnern. Wie von sinnen hämmerte sie auf die Tasten ein. Mit jedem Tuten aus dem Telefonhörer wurde sie nervöser.
"Yo?" meldete sich Junior am anderen Ende.
Noch nie im Leben war Shego so erleichtert, seine Stimme zu hören.
"ESISTSOWEITESISTSOWEITESISTSOWEITESISTSOWEIT!!!" schrie sie in den Hörer.
"Aua, nicht so laut. Wer ist denn da?"
"Shego! Ich bekomme das Baby!"
"Cool," antwortete Junior auf seine gewohnt, schläfrig wirkende Art.
"Uncool. UNCOOL! Kommt gefälligst sofort her!"
"Ist gut."
Zwischen dem Moment, in dem Junior den Hörer auflegte und dem, in dem er und seine beiden Mitbewohner an Shegos Tür klopften, lag nur eine Minute. Doch für Shego war es bis dahin die längste Minute ihres Lebens.
"Kommt schnell!" schrie Shego ihren Rettern entgegen.
Vinnie rief: "Das geht irgendwie nicht! Die Tür ist abgeschlossen. Ich habe ihnen ja vor Monaten vorgeschlagen, uns einen Schlüssel zu geben, aber..."
Bevor er den Satz vollenden konnte, sprengte Shego die Tür mit einem überraschend gezielten Schuss ihres Plasmas.
"Und jetzt bringt mich ins Krankenhaus!"
Big Mike rannte zur Couch, hob Shego vorsichtig hoch und trug sie zum Auto.
"Wenn wir im Krankenhaus sind, sollte sich der Doktor auch mal meinen Finger ansehen," sagte Junior zu sich selbst. "Ich glaube als die Tür explodierte, habe ich da irgendwie einen Splitter hineinbekommen."
"Hör auf zu trödeln und steig ein!" rief ihm Vinnie vom Fahrersitz ihres Autos entgegen.
"Oh, okay."
Junior rannte los, sprang von links auf die Motorhaube und rutschte darauf wie im Film auf die andere Seite.
Vinnie nickte ihm zu, als er einstieg.
"Beeindruckend."
"Ja, das wollte ich schon immer mal machen."
"Jetzt fahr los," rief Big Mike von der Rückbank aus.
Mit laut quietschenden Reifen setzte sich das Auto in Bewegung.
"Und das wollte ich schon immer mal machen."
"Exzellent, Hoschi."
"Granatenstark."
Während der Wagen mit einer unglaublich überhöhten Geschwindigkeit durch die engen Straßen von North Southeastwestington raste, wurde Shego immer panischer.

"Es war verrückt. Immer wenn ich dachte, dass ich gar nicht mehr panischer werden konnte, stieg mein Paniklevel erneut um zehn Punkte an."

"Dreht wieder um! Ich will kein Baby mehr! Ich will nach Hause und in Ruhe Fernsehen! Und Tortellini! Ich habe Hunger!"
Big Mike nahm Shegos Hand, was in Anbetracht der Größe seiner Hände irgendwie merkwürdig aussah und sagte ruhig: "Tut mir leid, aber das funktioniert so nicht. Keine Sorge, es wird alles gut werden."
"Ich kann nicht ruhig bleiben. Ich will nicht ruhig bleiben! Ich bin eine schlechte Mutter! Ich war noch nie eine Mutter!"
"Das schaffen sie schon. Hatten sie noch nie mit Babys zu tun?"
"Ich habe zwei jüngere Brüder. Aber aus denen wurden Idioten. Ich will nicht, dass mein Sohn ein Idiot wird! Oder meine Tochter. Mist, ich wünschte mir jetzt, ich hätte 'ja' gesagt, als mich der Doktor fragte, ob ich das Geschlecht wissen wollte." Die Erwähnung des Wortes "Doktor" löste in ihr aber noch weitere Gefühle aus. "Ich will zu Dr. Drakken!"
"Das war der Blaue, oder?" fragte Junior. "Ich könnte ja mal versuchen, seine Telefonnummer herauszufinden."
"Nein, bloß nicht! Ich will mit ihm nichts mehr zu tun haben!"
"Aber gerade sagten sie..."
"Aber JETZT sage ich etwas anderes!"
"Ich könnte ja trotzdem mal die Auskunft..."
"Ich töte dich!"
"Gut, dann nicht."
"Achtung, festhalten, Vollbremsung!" rief Vinnie dazwischen und trat mit voller Wucht auf die Bremse.
"Junior! Lauf los und hol schonmal einen Arzt," befahl ihm Big Mike, während er vorsichtig versuchte Shego aus dem Auto zu tragen.
"Geht klar." Er rannte in das Foyer des Krankenhauses und rief dabei ständig: "Schwangere Frau! Wir brauchen ärztliches Personal! Schwangere Frau! Wir brauchen ärztliches Personal!"

"Dann wurde ich von Krankenhauspersonal umringt und verbrachte einen ganzen Monat unter Schmerzen in einem ungemütlichen Krankenzimmer, bis ich endlich meinen Sohn zur Welt brachte. Gut, es war nicht wirklich ein ganzer Monat. Nur ein paar Stunden. Aber die haben sich für mich wie ein ganzer Monat angefühlt. Später sagte man mir, dass alles problemlos verlaufen sei. Ist trotzdem eine Erinnerung, auf die ich gerne verzichten würde. Im Gegensatz zu dem, was danach kam"

"Möchten sie ihn halten?" fragte eine der Krankenschwestern die völlig erschöpfte Mutter.
Shego warf ihr einen bösen Blick zu uns sagte heiser: "Ach wissen sie, ich dachte ich mache erstmal ein paar Wochen Urlaub auf den Bahamas. Sie können ihn mir ja nachschicken, wenn sie wollen. Was glauben sie wohl? Jetzt geben sie ihn schon her."
Die Schwester legte ihr das Baby in die Arme und verließ diskret das Zimmer.
Die frischgebackene Mutter warf einen langen Blick auf das schlafende Neugeborene in ihren Armen.
"Hallo, kleiner Mann," sagte sie schließlich leise. "Wie konntest du es nur wagen, einfach so in mein Leben zu platzen? Ich wollte dich eigentlich gar nicht und selbst jetzt habe ich immer noch keine Ahnung, was ich mit dir anfangen soll. Vielleicht behalte ich dich aber trotzdem eine Weile. Nur so zur Probe. Was hältst du davon?" Das Baby gähnte. "Du brauchst gar nicht so unbeeindruckt zu tun."

"Ich habe ihn Tyler genannt," sagte Shego in die Kamera. " Er hat keine aussergewöhnliche Hautfarbe und auch keinerlei Superkräfte."
"Ist die normale Hautfarbe ein Hinweis auf seinen Vater?" fragte Julian.
"Ich darf ganz ehrlich behaupten, dass ich das nicht weiss. Bis zum heutigen Tag habe ich keine Ahnung ob er Drakkens oder Stoppables Sohn ist. Es war mir auch egal. Natürlich könnte man jetzt kombinieren, dass er, da er weder blau wie Drakken, noch grün wie ich ist, Ron Stoppables Nachkomme sein müsste, doch sowohl Dr D. als auch ich waren ja nicht von Geburt an mit diesen Hautfarben geschlagen. Ich verstehe nicht viel von Genetik, aber ich bin mir sicher, dass das eine Rolle spielen könnte."
"Gibt es denn keinen einzigen Hinweis auf die Identität des Vaters?"
"Tyler...hat abstehende Ohren," sagte Shego mit einem breiten Grinsen.